Früher und heute - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Früher und heute

Stadtgeschichte
Auf dieser Seite könnt ihr "vorher-nachher" - Bilder aus Heiligenstadt sehen. (Mauszeiger über das Bild ziehen)


Kollegiengasse 1925 und 2004

 
Die Kollegiengasse verbindet die Stubenstraße mit der Wilhelmstraße. Ihren Namen erhielt sie vom Kolleg, dass die Jesuiten hier errichteten. Um 1800 berichtet Wolf: „ ... ein Theil davon wird Kollegiumsgasse geheißen.“

Die drei Gebäude auf der rechten Seite wurden um 1975 abgerissen und durch einen Plattenbau ersetzt. Bekannt ist vielen alten Heiligenstädtern das "Fahrzeug-HO" im Erdgeschoß. Hier wurden die Anmeldungen mit Wartezeiten von 10 Jahren und mehr für Fahrzeuge wie Tranant, Wartburg, Lada und Skoda entgegengenommen. Die Regale mit Ersatzteilen waren sehr übersichtlich, denn es herrschten zur damaligen Zeit sehr große Engpässe in der Versorgung.  
Altstädter Kirchplatz 2 in den Jahren 1920 und 2016

Auf dem Bild seht ihr die ehemalige Bürgerschule und spätere Berufsschule am Altstädter Kirchplatz. Das abgerissene Haus stammt aus dem Jahre 1824, der Erweiterungsbau wurde 1890 angefügt. Bis 1951 nutze man das Gebäude als Mädchengrundschule, anschließend als Berufsschule. 1999 wurde der Schulbetrieb eingestellt.  

Im Jahre 2001 wurde das alte Gebäude abgerissen und der Anbau von 1890 saniert. Es bietet heute älteren Senioren ein betreutes Zuhause.

Der Schöllbach in den Jahren 1987 und 2004

Während 1987 kaum Geschäfte in der Gasse zu finden sind, wurden nach 1990 viele der schönen Fachwerkhäuser umgebaut und saniert.

Die Schöllbachsgasse, so wurde sie früher genannt, erhielt ihren Namen vom Schöllbach, der vom Iberg in die Stadt führte. Das Wort Schöll ist auf das slawische scil = rieselnder Bach zurückzuführen. Nach Johann Wolf hat die Gasse ihren Namen von den Anwohnern, die ihre Sachen im Bach auszuschollen (auswaschen) erhalten.


Kriegerdenkmal im Park 1940 und 2004

Im Park steht ein Kriegerdenkmal aus Kalkstein, dass zum Gedenken an die im 1. Weltkrieg gefallenen Heiligenstädter errichtet wurde. Die Einweihung fand am 5. Oktober 1930 statt. Die Festrede am Denkmal hielt der Stadtverordnetenvorsteher Dr. Hartung. Am Sockel an der Nordseite steht folgende Inschrift:
DEN IM WELTKRIEGE GEFALLENEN SÖHNEN UNSERER STADT

Ursprünglich befand sich am Denkmal noch ein Schwert, dass aber in der DDR-Zeit entfernt wurde. Zur Plattform führen zwei Treppen. Von hier kann man die Namen der Opfer auf den angebrachten Tafeln lesen: 1914 46 Namen  -  1915 66 Namen  -  1916 53 Namen   -  1917 47 Namen  -  1918 75 Namen

Buchhandlung Multhauf 1923 und 2014

Die Buchhandlung Multhauf wurde im Jahre 1875 von Albert Multhauf als Buchbinderei in der Kollegiengasse gegründet. 1910 zog der Laden in die Wilhelmstraße 15 um. 1961 führte die Handelsorganisation der DDR das Geschäft unter dem Namen „HO Schreibwaren“.

Im Jahre 1992 erfolgte die Wiedereröffnung als Buchhandlung in vierter Generation der Familie Multhauf. 2014 zog die Buch- und Schreibwarenhandlung unter neuer Geschäftsführung in die Wilhelmstraße 18 um.

Papiermühle 1900 und die Stelle heute

Die Papiermühle in Heiligenstadt gehörte zu den ersten Papiermühlen Deutschlands. Der Landschreiber des Eichsfeldes und Kanzleirat Johann von Zwehl hat sie im Jahr 1621 neben der Leinemühle bauen lassen.
1817 pachtete Papiermachermeister Johann Christoph Lovis die Mühle, der sie 1828 für 8.500 Taler kaufte. 1854 erfolgte mit dem Kauf moderner Papiermaschinen die Umwandlung von einer Papiermühle zur Papierfabrik in der Flinsberger Straße. Am 13. November 1872 kaufte Franz Engelmann für 8.000 Taler die Papiermühle und riss die 1901 ab. Heute befindet sich an der Stelle in der Leinegasse das Landratsamt, ehemals Nadelfabrik (später Solidor). Das Portal der Mühle wurde in ein Wohnhaus am Werner-Martin-Weg eingesetzt.

Das Kneipp-Bad um 1950 und heute

Das Kneipp-Bad im Park wurde im Jahre 1929 auf dem Gelände des ehemaligen Schulgartens der Präparandenanstalt erbaut. Die feierliche Eröffnung fand am 7. August 1929 statt. Der Bischöfliche Kommissarius des Eichsfeldes, Propst Karl Poppe, weihte das Haus auf den Namen des Stadtpatrons, „St. Martin“. Die Kosten für den Bau des Kneipp-Bades beliefen sich auf insgesamt 54.000 Mark.
Durch den Krieg kam der Badebetrieb fast völlig zum Erliegen. Der erneute Aufschwung erfolgte erst 1949/50. Seit dem 19.12.1950 darf sich Heiligenstadt „Heilbad“ nennen. 1993 wurde mit dem Umbau des Gebäudes in der heutigen Form begonnen.

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