Heiligenstädter Kunst - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Heiligenstädter Kunst

Stadtgeschichte
Reliquienschrein

Zu den bedeutendsten Kunstschätzen der Stadt zählt der Reliquienschrein, der heute im Eichsfelder Heimatmuseum zu bewundern ist. Er gehört der Marienkirche und wurde 1997 als Dauerleihgabe dem Museum überlassen.
Am 15. August 1606, Mariä Himmelfahrt, erlebte Heiligenstadt einen kirchlichen Höhepunkt. In einer feierlichen Prozession wurden die Reliquien der heiligen Ursula und Gefährtinnen und des heiligen Gereon und Gefährten vom Jesuitenkolleg in die Marienkirche überführt und dort in zwei für sie gebaute Schreine gelegt.

Im Mittelteil des Schreins sind 40 Schädelteile mit Stoff umhüllt zu sehen. Andere Knochen sind ebenfalls textil umhüllt in den Seitenflügel untergebracht. Die Chronik der Jesuiten gibt Auskunft darüber, dass sie vorher „schmucklos in der Hauskapelle“ verwahrt worden sind. Der aus Luxemburg stammende Mainzer Weihbischof Nikolaus Elgard vermachte sie nach seinem Tode 1587 den Jesuiten. Schneider und Sakristan Johannes Henle schmückte die Fragmente mit Gold, Edelsteinen, Silber und Seide. Die beiden Schreine wurden links und rechts neben dem Hochaltar aufgestellt.

Die englische Königstochter Ursula und der römische Legionär Gereon erlitten im 5. bzw. Anfang des 4. Jahrhunderts bei Köln für das Christentum den Märtyrertod. Ursprünglich waren die Reliquien in 2 große und 6 kleine Schreine untergebracht. Die Schreine (2 große und 2 kleine) waren bis 1980 im Chorraum der Kirche aufgestellt. Seit der Restaurierung im Jahre 1997 kann ein Schrein im Museum besichtigt werden. Der zweite große Schrein befindet sich im Erfurter Stadtmuseum.


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