Heimensteiner Kirmes - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Heimensteiner Kirmes

Traditionen
Heimensteiner Kirmes

Am 2. Pfingsttag feiern die Heimensteiner ihre Kirmes. Der Mainzer Kurfürst und Erzbischof Gerlach erlaubte im Jahre 1363 den Heimensteinern, die Klauskirche als Pfarrkirche zu nutzen und das Kirchweihamt zu feiern.
 
Um die Entstehung der Heimensteiner Kirmes gibt es verschiedene Legenden:

Am 2. Pfingsttag feierte die Bevölkerung in der Klauskirche ihre Messe. Der Ritter von der Egelsburg mit seinen Mannen zogen gegen den Heimenstein, wurde aber vom Wächter am Hochheimer Tor bemerkt. Dieser alarmierte die Bürger und den Ritter Hermann von Steinheim. Alle eilten zu den Waffen und kämpften erbittert gegen die Eindringlinge. Diese konnten trotz erbitterter Gegenwehr eindringen und kämpften auch in der Kirche. Die Sieger waren die Heimensteiner und die Leute vom Ritter von Steinheim. Da die Kirche entweiht war, wurde immer am 2. Pfingsttag eine Messe in Verbindung mit einem Volksfest gefeiert.
 
Die zweite Version erzählt, dass der Ritter von Steinheim vom Ritter der Egelsburg gefangen genommen wurde. Ein Knappe konnte flüchten und zog mit den alarmierten Heimensteinern zur Egelsburg. Der Ritter Hermann wurde befreit. Als Dank stiftete er am 2. Pfingsttag eine Messe in der Klauskirche. Anschließend feierten die Bürger ein  Volksfest.

Ablauf: 2 bis 3 Monate vor der Kirmes treffen sich der Vorstand und Festausschuß, um den Ablauf der Kirmes und des Umzuges zu planen. 14 Tage vor Pfingsten wird Grünes für den Schmuck und die Girlanden geholt, das eine Woche später verarbeitet wird. Pfingstsamstag schlagen die Männer Büsche und halten anschließend Vesper. Pfingstsonntag wird die Kirmes eingeläutet. Am 1. Kirmestag werden die Büsche aufgestellt und die Eierschalengirlanden aufgehängt. Das Ei gilt als Fruchtbarkeits- und Lebenszeichen. Um 7:15 Uhr zieht die Prozession von der Marienkirche zum Heimenstein.  Um 11 Uhr beginnt der „Kirmeszug der Hermannsteiner“. Es wird bis Mittwoch gefeiert. Dieser Tag gehört den „Heimensteinern“, die mit „Blechmusik“ – bestehend aus Kochtöpfen, Trompete, Gitarre und sonstigen Instrumenten – Geld für ihre Kirmes sammeln. Die Kirmes wird am Samstag symbolhaft mit einem Hering „begraben“.
Heimensteiner Kirmes 2012



2018 findet die 655. Kirmes statt.
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