Historische Stadtansichten - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Historische Stadtansichten

Stadtgeschichte
 
In der Rubrik “Alte Stadtansichten”  möchten wir ältere Bilder von unserer Heimatstadt Heiligenstadt  vorstellen. Die Serie wird monatlich aktualisiert.
Heiligenstadtnet
Das Bild zeigt das Gebäude der ehemaligen Zigarrenfabrik Schmitt & Co am Holzweg 3 im Jahre 1942. Hier war zur damaligen Zeit der RAD (Reichsarbeitsdienst) untergebracht. Über dem Eingang steht A.D.L. (steht für Arbeitsdienstlager) 235/4. Für Thüringen galten die Lager 230 - 238, wobei 4/235 für Weissensee (Kreis Sömmerda) steht. Über dem Haupteingang liest man den Spruch: "Es gibt nur einen Adel, den Adel der Arbeit!“

Mit dem am 26. Juni 1935 erlassenen Gesetz wurden Jugendliche beider Geschlechter verpflichtet, dem Volk im Arbeitsdienst zu dienen. Männer wurden vor ihrem Wehrdienst für 6 Monate zum Arbeitsdienst eingezogen. Nach Beginn des 2. Weltkrieges berief man auch Mädchen ein. Zum Ende des Krieges betrug die Dienstzeit nur noch 6 Wochen und wurde ausschließlich zur militärischen Grundausbildung genutzt. Der Reichsarbeitsdienst (RAD) war Bestandteil der deutschen Wirtschaft und Erziehung der Jugend.

Die Idee stammt aus Bulgarien und wurde dort bereits 1920 eingeführt. 1931 übernahm man die Idee, um die hohe Arbeitslosigkeit abzubauen. Während des Dienstes lebten die „Arbeitsmänner“ und „Arbeitsmaiden“ in Lagern.

Es gab 33 Arbeitsgaue unter Führung eines Arbeitsgauführers im Rang eines General- oder Oberstarbeitsführers. Thüringen war Arbeitsgau XXIII mit Sitz in Weimar.

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