Stormjahr 2017 - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Stormjahr 2017

HIG Aktuell
1817 - 1888     Heiligenstadt feiert das 200jährige Jubiläum des Dichters Theodor Storm

Theodor, genauer gesagt, Hans Theodor Woldsen Storm wurde am 14.9.1817 in Husum geboren. Sein Vater, Johann Casimir Storm, war Justizrat und seine Mutter Lucie Woldsen entstammte einer alten holsteinischen Patrizierfamilie.
Nach der Gelehrtenschule in Husum besuchte Storm das Gymnasium in Lübeck. Mit 15 Jahren schrieb er seine ersten Gedichte. Im Anschluss studierte er von 1837-1842 Jura in Kiel und Berlin und wurde 1843 Rechtsanwalt in Husum. Während der dänischen Besetzung musste Storm die Heimat verlassen und kehrte nach Aufenthalten in Potsdam und Heiligenstadt erst 1864 nach Holstein zurück. Nach der Niederlage Dänemarks im Deutsch-Dänischen Krieg berief man ihm 1867 zum Landvogt und 1879 zum Amtsgerichtsrat. Theodor Storm starb am 04.07.1888 in Hademarschen/Holstein an Magenkrebs.

Er gehört zu den bedeutendsten deutschen Novellisten und Lyriker. Aus seiner Feder stammen über 58 Novellen, mehrere Gedichte und Briefe. Bekannte Novellen sind: „Immensee“ (1849), „Pole Poppenspäler“ (1875) und „Der Schimmelreiter“ (1888). Von seinen 6 Märchen ist „Der kleine Häwelmann“ (1849) allen bekannt.
Heiligenstädter Zeit

Von 1856 bis 1864 wirkte Theodor Storm als Kreisrichter in Heiligenstadt. Nachdem er alles geordnet hatte, kam seine Familie Mitte September 1856 nach: Frau Constanze, die Söhne Hans, Ernst und Karl sowie die Tochter Lisbeth. Lucie und Elsabe wurden erst in Heiligenstadt geboren. Zuerst wohnten sie bei seinem Bruder Otto Storm am Liesebühl, der hier eine Gärtnerei besaß. 1857 bezogen sie eine Wohnung in der Wilhelmstraße 73. Zu seinen Freunden zählte der Eichsfelder Landrat Alexander von Wussow und der Berliner Maler und Journalist Ludwig Pietsch.
Zu den Novellen der Heiligenstädter Zeit zählen: „Auf dem Staatshof“ (1859), „Veronica“ (1861) „Im Schloss“ (1862) und „Auf der Universität“ (1863). Drei seiner schönsten Märchen waren „Die Regentrude“, „Bulemanns Haus“ und „Der Spiegel des Cyprianus“. Das beliebte Weihnachtsgedicht „Knecht Ruprecht“ entstand 1862.

Theodor Storms Leben in Heiligenstadt zwischen 1856 und 1864  mehr

Das Ölgemälde von Hans Nicolai Sunde zeigt Theodor Storm im Jahre 1857.

Sunde (1823 - 1864) war von Geburt an körperbehindert. Sein Vater war ein norwegischer Kaptain, der ein dänisches Linienschiff führte.



Höhepunkte:

22. März 2017             "Die Regentrude" - Vorstellung im Eichsfelder Kulturhaus
21. Mai 2017                Internationaler Museumstag
07. - 09. Juli 2017        25. Stormtage in Heiligenstadt
14. September 2017     200. Geburtstag Theodor Storms

heiligenstadt


Aus dem Jahre 1863 stammt das Kunstmärchen "Die Regentrude". Storm schrieb das Märchen während der Weihnachtszeit, wo er wegen Röteln das Bett hütete.

Inspiriert wurde er dabei von der Scheuche mit dem Wasserfall im heutigen Kurpark.
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